Die Top 20 Fachbegriffe der Elektrofahrzeugindustrie, die Sie wissen sollten!

Erfinder Nicholas Tesla

Mehr Transparenz im Fachbergriff Kauderwelsch!


In der Elektroautoindustrie gibt es viele Fachbegriffe die oft kompliziert und verwirrend sind. In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe, um sich in der Elektroautomobilbranche zurecht zu finden und positive Erfahrungen beim Kauf eins Elektroautos machen zu können!



Elektroautos: Die Grundlagen


Für diejenigen unter Ihnen, die neu im Bereich des emissionsfreien elektrischen Fahrens sind, empfehlen wir die Lektüre der folgenden Artikel:


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(1).  Alternative Antriebstechnik (Alternativ betriebene Fahrzeuge AFV)


in Fahrzeug mit alternativem Kraftstoff ist jedes Fahrzeug, das mit einem alternativen Kraftstoff zu herkömmlichen Benzin- oder Dieselverbrennungsmotoren angetrieben wird.  Alternative Antriebe schließen eine Vielzahl von Kraftstoffquellen, von Batterien bis hin zu Wasserstoff, aber auch Solar-, Biodiesel- und flüssiges Erdgas ein.  Der Jaguar I-PACE ist ein Beispiel für eine alternative Antriebstechnik, da er von einer wiederaufladbaren Bordbatterie angetrieben wird und keinen Benzin- oder Dieselkraftstoff verbraucht.


(2).  AC/DC (Wechselstrom AC/Gleichstrom DC)


Viellicht kommt Ihnen auch gleich bei AC/DC die weltbekannte australische Hardrock Band in den Sinn. Allerdings handelt es sich in diesem Zusammenhang vielmehr um Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC). Beides kommt aus dem englischen Sprachgebrauch. Die Abkürzung DC „Direct Current“ bedeutet übersetzt Gleichstrom. Bei Gleichstrom fließt elektrischer Strom in gleichbleibender Richtung und steht z.B. in Batterien als gespeicherte Energie zur Verfügung.

AC ist die Abkürzung von „Alternating Current“ und bedeutet „abwechselnder Strom“. Bei Wechselstrom ändert sich die Richtung des Stroms immer wieder. Z.B. kommt in fast allen Haushalten Wechselstrom aus der Steckdose und fast alle Haushaltsgeräte (z.B. Staubsauger, Waschmaschine, Toaster) werden hiermit betrieben. 

Erfinder Nicholas Tesla
Erfinder Nicholas Tesla (Quelle: Smithsonian)

Ein kurzer Ausflug in die Wissenschaft:
Wechselstrom
ist eine von Nicholas Tesla erfundene Stromform, die ihre Bewegungsrichtung innerhalb des Stromkreises ständig hin und her wechselt, indem sie ihre Größe und Polarität (zwischen positiv und negativ) in regelmäßigen Abständen wechselt.  Ein solcher Strom kann leicht von einer höheren Spannung in eine niedrigere Spannung umgewandelt werden.  Der Hauptunterschied zwischen Wechselstrom und Gleichstrom besteht darin, dass Gleichstrom nur in eine Richtung fließt.


(3). Batterieelektrisches Fahrzeug (englisch: Battery Electric Vehicle – BEV)


Auch als „Elektroauto“, „reines Elektroauto”, „Nur-Elektro-Fahrzeug”, „Voll-Elektro-Fahrzeug”, „Voll-Elektro-Auto”, „100%-Elektro-Auto” bezeichnet, ist ein Elektrofahrzeug, das keinen Verbrennungsmotor, keinen Kraftstofftank und kein Auspuffrohr hat.  Ja, Sie haben es richtig gelesen. Diese Fahrzeuge produzieren null Emissionen und werden nur mit wiederaufladbaren Batterien über einen vollelektrischen Antriebsstrang betrieben.

Diese Batterien werden über eine externe Steckdose aufgeladen, in der Regel über eine spezielle Ladeinfrastruktur. Der Nissan Leaf, Tesla Model 3 und die Neuerscheinungen der vollelektrischen Volkswagen Modelle der ID.Family, der ID.4 und ID.4 SUV sind beispielsweise bekannte BEV Modelle. Im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind Elektroautos eher einfach aufgebaut. Trotz des einfachen Aufbaus, des Elektromotors verfügt ein BEV über verschiedene Antriebsmöglichkeiten. Diese sind Front-/ Heckantrieb, Allradantrieb mit zwei oder sogar bis zu 3 Motoren.

Fazit: Gehen Sie um das BEV herum, wenn Sie keinen Auspuff sehen können, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein reines Elektroauto! 

Einige Elektroautos können mit einer einzigen Ladung eine Reichweite von rund 500 Kilometer erreichen, die meisten BEVs haben jedoch eine Reichweite zwischen 150 und 300 Kilometern.


(4). Batterie-Lebensdauer


Wie Benzin- und Dieselmotoren haben auch die Batterien von Elektroautos eine endliche Lebensdauer. Obwohl sich die EV-Batterie in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt haben, was die Verlängerung der Lebensdauer betrifft, ist eine Verschlechterung der Batterien nach einiger Zeit unvermeidlich. Ähnlich wie der normale Verschleiß bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Derzeit bieten allerdings die meisten Elektrofahrzeug-Hersteller eine Garantie von bis zu 8 Jahren oder 150.000 Kilometer an. Tesla Model S, Model X, Model 3 und Model Y gewähren alle 8-Jahre Garantie.  Der Renault Zoe wird ebenfalls mit einer 8-jährigen Garantie geliefert. 

Die Lebensdauer der Batterie wird von einer Reihe von Faktoren beeinflusst, die wiederum auch die elektrische Leistungsfähigkeit der Batterie, sowie die Reichweite des Elektroautos beeinträchtigen.
Die am häufigsten verwendeten Batterien in Elektroautos sind Lithium-Ionen-Batterien.


(5). Drehmoment (engl. Torgue)


Drehmoment Schraubenschlüssel
Gabelschlüssel für die Übertragung hoher Drehmomente

Ja, das haben wir alle erlebt. Der überbegeisterte Verkäufer hat uns mit Fachausdrücken wie PS und Drehmoment überhäuft, und wir haben einfach nur genickt und so getan, als ob wir es verstehen würden. Ja, es stimmt, je höher die Zahl (der Wert), sowohl bei den Pferdestärken wie auch beim Drehmoment, desto besser.  Aber warum ist Drehmoment wichtig?  Das Drehmoment ist ein Schlüsselfaktor bei der Bestimmung der Beschleunigung eines Fahrzeugs und wird über die Motordrehzahl definiert.  Drehmoment wird am häufigsten als die Kraft definiert, die erforderlich ist, um ein Objekt zu verdrehen. Je schwerer ein Auto ist, desto wichtiger ist die Rolle des Drehmoments, d.h. das Fahrzeug benötigt mehr Rotationskraft am Antriebsstrang, um schneller beschleunigen zu können.


(6). Entladungstiefe (in der Fachliteratur engl.: Depth of Discharge, DoD)


Die Ladetiefe einer Batterie ist der Grad der Entladung einer Batterie.  Wenn Sie ein Elektrofahrzeug fahren, wird der Akku entladen. Der DoD gibt den Prozentsatz an, der im Verhältnis zur Kapazität eines Akkus entladen wurde. Umgekehrt ist ein Ladezustand (State of Charge – SOC) der Prozentsatz der in einer Batterie noch verfügbaren Kapazität.  Wenn Sie 25 % der Kapazität Ihrer EV-Batterie verwendet haben, dann beträgt der DoD 25 % und der SOC 75%. Es wird empfohlen, eine Elektroautobatterie nicht vollständig zu entladen, da dies die Lebensdauer einer Batterie verkürzt.  Automobilhersteller veröffentlichen empfohlene DoD-Werte für das Aufladen.


(7). Erdung


Prüfung Erdung Steckdose
Prüfung der Erdung einer Steckdose

Benutzer elektrischer Geräte werden durch ein Verfahren, das Erdung genannt wird, vor elektrischen Schlägen geschützt.  Bei einem Fehler in einem elektrischen System kann ein Nutzer einem Stromschlag ausgesetzt werden, da der Strom einen Teil des Körpers zur Ableitung in den Boden nutzt. Die Erdung schützt den Menschen, indem sie einen direkten Weg nachweist, auf dem der Fehlerstrom die Erde erreichen kann, und somit nicht durch den Körper des Nutzers fließt.  Ein Beispiel hierfür ist eine für den Stromanschluss im Haushalt verwendete Steckdose und führt in der Regel einen von drei Außenleitern, den Neutralleiter und den Schutzleiter, der mit der Erde verbunden ist, der mit der Erde verbunden ist.  Die Erdung schützt auch die elektrischen Geräte vor Spannungsstößen.


(8). Elektrofahrzeug (englisch: Electric Vehicle – EV)


Ein EV ist jedes Fahrzeug, das “Elektrizität” oder einen “Elektromotor” zum Antrieb des Fahrzeugs verwendet. In der Welt des elektrischen Straßentransports wird ein EV gewöhnlich als jedes Fahrzeug bezeichnet, das hauptsächlich von einem Elektromotor angetrieben wird. Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einer wiederaufladbaren Batterie.  Mit anderen Worten: EVs sind weniger abhängig von Benzin oder Diesel als Treibstoff und im Falle von reinen Elektroautos (BEVs) überhaupt nicht abhängig.  EVs sind alle Arten von Elektrofahrzeugen, einschließlich BEV, Plug-in-Hybride (PHEV), Elektrofahrzeuge mit großer Reichweite (E-REV) und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEV). 


(9). Elektrofahrzeuge mit erweiterter Reichweite (E-REVs)


Elektrofahrzeuge mit erweiterter Reichweite passen zwischen ein 100% reines Elektroauto (BEV) und einen Plug-in-Hybrid (PHEV).  Ein E-REV ist einem BEV näher, in der Art und Weise, wie die Räder angetrieben werden.  Ein E-REV-Rad wird immer von einer Bordbatterie und einem Elektromotor angetrieben. Wie ein Plug-in-Hybrid verfügt ein E-REV jedoch über einen kleinen Verbrennungsmotor, der nur zum Aufladen der Bordbatterie verwendet wird, wenn diese entladen ist. 

Unterm Strich hilft ein E-REV also, die Angst vor der zu geringen Reichweite zu verringern.  E-REVs können mit reinem Elektroantrieb bis zu 200 Kilometer weit fahren und emittieren normalerweise Emissionen von weniger als 20 g/km.  Da sich die Reichweite von BEVs jedoch weiter deutlich verbessert, wird der zusätzliche Reichweitenvorteil von E-REVs mittlerweile überflüssig.  Der BMW i3 Range Extender ist ein gutes Beispiel für ein E-REV.


(10). FCEVs – Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (englisch: fuel cell electric vehicle – FCEV)


Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge, auch bekannt als Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge, sind eine weitere Art von EV. Das Fahrzeug verwendet Wasserstoff zur Stromerzeugung und muss im Gegensatz zu batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) nicht aufgeladen werden. Solange das Fahrzeug mit Wasserstoff betankt ist, wird Elektrizität erzeugt, um das Fahrzeug anzutreiben. 

Ein FCEV wird als Fahrzeug mit extrem niedrigen Emissionen (ULEV) eingestuft, da das Fahrzeug null Emissionen hat. Der einzige Ausstoß aus dem Auspuffrohr ist Wasserdampf. FCEVs haben eine kleine Bordbatterie. Wasserstoff ist ein chemisches Element und meist mit anderen Elementen verbunden. Zum Beispiel H2O (Wasser). Die Brennstoffzellen in einem FCEV wandeln chemische Energie in elektrische Energie um. Das Brennstoffzellen-Fahrzeug Hyundai ix35 ist ein Beispiel für ein FCEV. 

International ist die Abkürzung FCEV (englisch: fuel cell electric vehicle) üblich. Vorteil gegenüber den Batteriebetriebenen Elektroautos ist, dass der Tankvorgang wesentlich schneller verläuft (vergleichbar mit einem Tankvorgang bei einem Verbrennungsmotor), allerdings ist die wesentlichen Einschränkung das Tankstellennetz mit ca. 75 Tankstellen in Deutschland (2019)! 


(11). Förderung Elektromobilität   


Die Bundesregierung hat im Rahmen der Energiewende und der aktuellen Corona-Krise zur Unterstützung der Automobilindustrie in Deutschland die Förderung der Elektromobilität, die sogenannten Kaufprämien  beschlossen:

„Wer beabsichtigt, auf Elektromobilität umzusteigen, kann sich – zusätzlich zum Umweltbonus – freuen über einen höheren staatlichen Zuschuss beim Kauf eines Elektrofahrzeugs. Die “Innovationsprämie” gilt seit dem 8. Juli 2020 und ist befristet bis zum 31. Dezember 2021 (Quelle: Bundesregierung 09/2020).

Die Fördersätze für Elektrofahrzeuge, die einen rein elektrischen Antrieb haben, sind höher als die für ein von außen aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug (Plug-in-Hybride).

Private Ladestationen in Wohngebäuden für Elektroautos werden vom Bund mit 900 € gefördert seit Ende November 2020 gefördert. So will die Bundesregierung die Ladeinfrastruktur schaffen aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage an Elektroautos. Voraussetzung: Strom muss zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen. Beantragt werden kann die Förderung vom 24. November an bei der staatlichen Förderbank KfW

Weitere Informationen zur Förderung der Elektromobilität erhalten stehen auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft.


(12). Hybrid-Elektrofahrzeuge (engl. Hybrid electric vehicles – HEVs)


Ob Sie es wissen oder nicht, Sie haben irgendwann einmal in einem Hybrid-Elektrofahrzeug gesessen. Wenn Sie jemals Uber (Taxi) benutzt haben, war Ihr Transportmittel wahrscheinlich der allgegenwärtige Toyota Prius, der ein führendes Beispiel für ein HEV ist.  HEVs, die manchmal auch als konventionelle Hybride oder traditionelle Hybride bezeichnet werden, sind emissionsarme Fahrzeuge, die einen traditionellen Verbrennungsmotor mit einer kleinen elektrischen Bordbatterie kombinieren.  Das Fahrzeug nutzt regeneratives Bremsen, um kinetische Energie, die beim Bremsvorgang frei wird, einzufangen und zu speichern (auch Rekuperation genannt). Dies führt zu einer erhöhten Wirtschaftlichkeit und reduzierten Emissionen.


(13). Kaufprämein Elektromobilität   


Zur Unterstützung der Energiewende gibt es eine Reihe von Kaufprämein, z.B. auf Bundeseben für Elektroautos und aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug, Plug-in-Hybride (s.a. 11. Förderung Elektromobilität in diesem Artikel) und auf regionaler Ebene z.B. die Kaufprämien für Elektroroller in München und anderen Städten in Deutschland. Weitere Informationen zu regionalen Kaufprämien finden Sie im Internet.


(14). Ladestation


Aufladen von Elektroautos, ein Ort, an dem ein Elektroauto aufgeladen werden kann. Dazu gehört das Aufladen zu Hause, das Aufladen in der Öffentlichkeit und das Aufladen am Arbeitsplatz. 
Tipp: denken Sie daran ein Ladekabel im Elektroauto immer mitzuführen, so dass Sie bei Bedarf aufladen können.

Förderung von privaten Ladestationen in Wohngebäuden für Elektroautos, siehe auch: (11). Förderung Elektromobilität in diesem Artikel. 
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Alle Ladestationen sind förderfähig über das KFW Förderprogramm 440.
Lesen Sie hierzu mehr in unserem Blog-Artikel unter e-wissen!

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(15). NEFZ (englisch: New European Driving Cycle – NEDC)


Der in den 1980er Jahren entwickelte Neue Europäische Fahrzyklus (Richtlinie 70/220/EWG) wurde eingeführt, um den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen von Personenkraftwagen zu messen. Der NEFZ wurde jedoch kritisiert, weil er unrealistische Zahlen angab, die unter unrealistischen Bedingungen in einer Laborumgebung ermittelt wurden. Zu den Daten, die durch solche Tests veröffentlicht werden, gehören der Kraftstoffverbrauch in der Stadt, der Kraftstoffverbrauch außerhalb der Stadt, der Gesamtkraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen.
Realistischere Daten zu Wirtschaftlichkeit, Reichweite und CO2-Emissionen weiter werden allerdings durch das neue WLTP-Testverfahren erzeugt. Weitere Informationen finden Sie hierzu bei Ziffer 20. WLTP.


(16). Null-Emissions-Fahrzeuge (englisch: Zero Emission Vehicles – ZEV)


Ein Null-Emissions-Fahrzeug ist jedes Fahrzeug, das keine schädlichen Schadstoffe aus dem Auspuff ausstößt. Batterie-elektrische Fahrzeuge wie das Tesla-Modell X und S sind Beispiele für Elektroautos, die null Emissionen ausstoßen. Natürlich setzen alle Benzin- und Dieselfahrzeuge erhebliche gesundheits- und umweltschädliche Schadstoffe frei und sind keine Nullemissionsfahrzeuge. Zu den Nullemissionsfahrzeugen gehören auch andere Formen des Straßentransports, darunter Elektro-Vans,
E-Fahrräder, E-Roller usw.


(17). Regeneratives Bremsen


Das Fahren erfordert zu jeder Zeit eine Bremsung. An dicht besiedelten Straßen nimmt jedoch die Häufigkeit und Intensität des Bremsens zu. Ja, es führt zwar zu einer längeren Fahrt, verringert aber auch die Effizienz des Fahrzeugs.  Regeneratives Bremsen ist ein Prozess, bei dem Energie eingefangen wird, die sonst beim Bremsen nur in Reibungswärme umgewandelt wird. Nach den Regeln der Physik kann Energie nicht vernichtet werden, sondern sie wird einfach von einem Zustand in einen anderen übertragen. Dasselbe Prinzip gilt für das Bremsen. Die kinetische Energie, die ein Auto vorwärtstreibt, wird in der Regel verdrängt oder als Wärme vergeudet. Beim regenerativen Bremsen wird diese kinetische Energie eingefangen, wieder zurück in elektrische Energie umgewandelt und damit die Bordbatterie wieder aufgeladen. Das erhöht sowohl die Effizienz als auch die Reichweite des Fahrzeugs. Autos wie Toyota Prius, Jaguar I-PACE und Tesla Modell 3 verwenden regeneratives Bremsen.


(18). ULEVs (Ultra-Low-Emissions-Fahrzeuge)


Ein emissionsarmes Fahrzeug ist jedes Fahrzeug, das weniger als 75 g CO2/km ausstößt und mindestens 10 Meilen ohne Auspuffemissionen betrieben werden kann. Im Allgemeinen setzen ULEVs Emissionen frei, die mindestens 50% niedriger sind als bei Benzin- und Dieselfahrzeugen, wenn nicht sogar deutlich niedriger. ULEVs umfassen alle Arten von Elektrofahrzeugen, einschließlich BEVs, PHEVs, E-REVs usw. und sind eine wichtige Lösung zur Verbesserung der Luftqualität. Die Bezeichnung ULEVs ist eher in Großbritannien und Kalifornien/USA bekannt. Auf britischen Straßen sind zahlreiche ULEVs zu sehen, darunter Autos, Lieferwagen, Motorräder, Mopeds und Taxis. Beispiele hierfür sind der Nissan Leaf, BMWi3, MINI Countryman PHEV und Renault Kangoo ZE.


(19). Verbrennungsmotor (englisch: Internal Combustion Engine, ICE)


Ein ICE ist ein Motor, der eine Kraftstoffquelle wie Benzin oder Diesel zusammen mit Luft verwendet, um eine Verbrennung zu erzeugen. Dieser Prozess der Verbrennung innerhalb der Brennkammer des Motors setzt Energie frei, die zur Erzeugung von Bewegung genutzt wird. Die sich ausdehnenden heißen Gase verursachen Bewegung, indem sie in Kolben und Rotoren eingreifen. Der ICE wird in allen Transportmitteln einschließlich des Straßentransports eingesetzt. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ICE stoßen Schadstoffe aus, sind damit klimaschädlich und werden zunehmend verboten, z.B. werden Verbrennungsmotoren ab 2040 auf britischen Straßen verboten sein, Kalifornien will bereits ab dem Jahr 2035 den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren verbieten.
Aktuell wir auch dieses Thema auch in Deutschland diskutiert.  


(20). WLTP (Weltweit harmonisiertes Leichtfahrzeug-Prüfverfahren)


In dem Bestreben, die Qualität der von den Automobilherstellern veröffentlichten realistischen Daten zu Wirtschaftlichkeit, Reichweite und CO2-Emissionen weiter zu verbessern, hat Europa die erste Phase des WLTP-Programms durchgeführt. Die Testverfahren im Rahmen des WLTP-Programms werden zu reduzierten Reichweiten für Elektroautos führen, die unter anderen früheren Testregimen freigegeben wurden. Die WLTP wird als bedeutende Verbesserung gegenüber dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) angesehen, der in den 1980er Jahren entworfen wurde und auf theoretischem Fahren basiert. Die WLTP wurde mit dem Ziel entwickelt, sich zu einem weltweiten Standard durchzusetzen, so dass Verbrauchswerte von Autos regionsübergreifend einfacher für Endverbraucher verglichen werden können.  


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Author

Thomas

Thomas verfügt über umfassende Erfahrung in den Bereichen Innovation und Aufbau neuer Unternehmen. Er hat seine Führungsqualitäten in verschiedenen führenden globalen Organisationen unter Beweis gestellt, darunter der Mischkonzern 3M und Daimler-Benz Aerospace. Thomas hat eine starke Leidenschaft für Nachhaltigkeit und Umwelt. Er verfügt über ausgezeichnete Führungsqualitäten und hat über 15 Jahre internationale interdisziplinäre Teams geleitet. Thomas verfügt über eine erfolgreiche Erfolgsbilanz beim Aufbau und der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle. Er ist Diplom Ingenieur für Medizintechnik und hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft (beides in München). Nach über 25 Jahren in einer erfolgreichen Karriere in aufsteigenden Positionen bei verschiedenen international tätigen Unternehmen hat Thomas im Sommer 2019 sein eigenes Beratungsunternehmen gegründet. Schwerpunkte der Beratung umfassen die zukunftsträchtigen Themengebiete Elektromobilität und Medizintechnik. Seit Sommer 2020 ist Thomas beratend aktiv in der Elektromobilität und befasst sich mit dem Aufbau von e-zoomed Deutschland, sowie der globale Marketingleitung von e-zoomed, einer der führenden Plattformen für Elektromobilität. Thomas und Ashvin Suri (Gründer von e-zoomed.com) verbindet eine gemeinsame Zeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit als Geschäftspartner. Ein zweites Wirkungsfeld von Thomas ist die Beratung von Medizintechnikunternehmen, die sich im Bereich Strategie, Vertrieb, Marketing und Business Development weiterentwickeln wollen. Als Berater in der Medizintechnik kann Thomas auf fundierte Erfahrungen als international tätige Führungskraft in verschiedenen leitenden Funktionen zurückgreifen. 2014 bis 2019 war er mit dem Aufbau eines neuen Medical-Geschäfts als General Manager in der ARRI Gruppe betraut und der internationalen Einführung einer echten Innovation, des ersten volldigitalen 3D Operationsmikroskops, dem ARRISCOPE. Davor war Thomas 12 Jahre für den Technologiekonzern 3M im Healthcare-Business tätig. Als Key Account Manager baute er ein neues Geschäft für die automatisierte Herstellung von vollkeramischen Zahnersatz mit auf, als regionaler Vertriebsleiter hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Umstrukturierung und Optimierung des Vertriebs bis er dann als Marketing Operations Manger Deutschland von 2007 bis 2011 die Aufgabe, das Marketing-Team in den „Driver-Seat“ der Organisation zu bringen, erfolgreich umgesetzt hatte. Dafür wurde Thomas und sein Team mit dem Global Sales und Marketing Professionalism Award ausgezeichnet, einem der höchst anerkannten 3M Awards. Von 2011 bis 2014 war Thomas als Global Brand Manager international mit dem Aufbau und der weltweiten Einführung innovativer 3M Marken tätig. Von 1997 bis 2002 war er an dem Aufbau von 2 Start Up Unternehmen beteiligt. Inflow Dynamics AG von 1997 – 1999, die als Unternehmenszweck die Herstellung innovativen Herzimplantaten hatte und später an Boston Scientific verkauft wurden und Tecsana GmbH, von 1999 bis 2002. Als Entwicklungsingenieur arbeitet er zu Beginn seiner Karriere von 1994 bis 1997 bei Daimler-Benz Aerospace im Bereich medizinische Laser und Applikatoren und hatte im Rahmen seiner Tätigkeit mehrere Patente eingereicht.

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